Behandlungsformen
Die Arbeitstechniken stammen aus folgenden atemtherapeutischen Richtungen: nach Ilse Middendorf, Volkmar Glaser, Yvonne Maurer, Margrith Schneider.
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Körperarbeit
Mehrheitlich liegt oder sitzt der Klient/die Klientin bequem angekleidet. Mit Berührungen, Dehnungen, anregenden oder lösenden Atemgriffen, ruhigem Halten, wird der Körper für die eigene Atembewegung sensibilisiert und durchlässiger gemacht. Das äussere und innere Körperempfindungsvermögen, die zur Verfügung stehenden Atemräume, der eigene Atemfluss werden so gefördert und erlebbar. -
Stimm und Tonarbeit
Im Sitzen, Stehen oder Liegen werden die eigene Stimme und Vokallaute ohne forciertes Atemholen kennengelernt. Der Ausatem wird gestärkt und die Qualität von Loslassen wird erfahren. Die entstehenden Lautschwingungen wecken die Empfindungsfähigkeit für unser Körpergehäuse, die Kraft unserer Ateminnenräume und haben eine eutonisierende Wirkung. Durch den spielerischen Umgang mit der Stimme wird der eigene Ausdruck gefestigt. -
Haltungsarbeit
In der Auseinandersetzung mit der eigenen Körperhaltung im Sitzen, Stehen oder Gehen, verbunden mit Atemübungen, wird die Aufrichtung, Standfestigkeit und damit die innere und äussere Stabilität angesprochen. Neue "Haltungswahrnehmungen" werden kennengelernt und eingeübt. -
Atemmassage
Die Behandlung findet in Bauchlage auf dem entkleideten Rücken statt. Die langsamen und sanft ausgeführten Handbewegungen direkt auf der Haut, mit Öl, beziehen das Atemgeschehen mit ein. Dies schult die Begegnungs- und Wahrnehmungsfähigkeit. Die Rückenmuskulatur wird tonisiert (Spannungsausgleich) und erhält dadurch mehr koordinierte Elastizität, was dem Atemgeschehen mehr Raum zur Verfügung stellt. Diese Arbeitsform lässt sich gut mit einer klassischen Massage kombinieren. -
Gespräch
Das begleitende, therapeutische Gespräch unterstützt die Körper- und Atemerfahrungen. Es dient der Vertiefung der Wahrnehmungen, der Erkenntnisse auf körperlicher Ebene und der Integration. Der psychotherapeutische Ansatz kommt aus der Gestalttherapie (C.Rogers).
Bei allen Arbeitsweisen wird der Klient/die Klientin aktiv miteinbezogen, d.h. er/sie ist aufgefordert, am Geschehen teilzunehmen. Übungen für zu Hause können Bestandteil der Therapie sein. Alle Behandlungsformen haben zum Ziel, dass der/ die Behandelte sich angenommen und wohlfühlt und den Faden zum eigenen Wesen aufnimmt. Gestärkt und "bei sich" den Atem als innere tragende Kraft in den Alltag mitnehmen kann, um den äusseren Anforderungen gelassener zu begegnen.